Jede Arbeit, jedes Vorgehen ist von einer Vielzahl von Prämissen getragen. Je bewusster diese Prämissen sind, desto klarer können wir mit ihren Grenzen umgehen und desto spielerischer können wir ihre Grenzen transformieren. Deshalb hier unsere wichtigsten Prämissen vorweg, die uns in unserer Arbeit mit Ihnen leiten:

 

Prämisse 1:

Zahlen, Daten und Fakten sind wichtige Elemente einer guten Führung, jedoch alles andere als hinreichend. Erst wer erkennt, wie er durch sein Bewusstsein diese objektive Welt generiert und interpretiert, ist nicht mehr Sklave, sondern Herrscher über das Reich des Objektiven. Wer jedoch meint, ausschließlich objektiv-rational entscheiden zu können, und dabei seine Gefühle und Emotionen und die ihn leitenden Selbst- und Weltbilder ausblenden zu können, irrt gewaltig. Er wird im Hintergrund von eben jenen Gefühlen und Emotionen dominiert. Wer hingegen diese weiche Welt einbezieht und sich ihrer bewusst ist, handelt wahrhaft rational, denn er erkennt, was die wahren Treiber seines Entscheidens und Handelns sind und kann sich zudem der Weisheit und Weitsicht der Gefühle als wichtige Informationsquellen bedienen.

 

Prämisse 2:

Aus Prämisse 1 lässt sich eine weitere, für unseren Ansatz zentrale Schlussfolgerung ableiten: die Außenwelt ist immer ein Spiegel der Innenwelt. Probleme und Herausforderungen der Außenwelt spiegeln uns daher immer Entwicklungsbedürfnisse und Entwicklungspotenziale unserer Innenwelt wider. Wollen wir daher Probleme erfolgreich und dauerhaft nachhaltig lösen, so dürfen wir bei der Analyse und Löungssuche nicht auf der Ebene von Zahlen, Daten und Fakten stehen bleiben, sondern müssen tiefer schürfen und uns immer fragen, was hat das Problem mit uns zu tun, und welches neue Potenzial will sich in unserem Inneren entfalten.

 

Prämisse 3:
Wahre Meisterschaft zeigt sich darin, spielerisch von einem Bewusstseinszustand in einen anderen wechseln zu können. Verschiedene Situationen bedürfen unterschiedlicher Ressourcen und Qualitäten, die sich je nach Bewusstseinszustand offenbaren. Routinearbeiten erfordern etwa andere Ressoucen als die Suche nach neuen bahnbrechenden Lösungen, seien sie nun technischer, strategischer, administrativer, organisatorischer oder andere Art. Wichtig ist jedoch immer ein Zustand der Achtsamkeit, Präsenz und Zentrierung.

 

Prämisse 4:

Wir glauben in Anlehnung an die Quantenphysik und viele spirituelle Traditionen, dass es ein umfassendes Wissen jenseits unseres Verstandes gibt. Wie auch immer wir dieses Wissensfeld bezeichnen wollen, als morphogenetisches Feld oder etwa als Quantenbewusstsein, es führt uns in neue Erkenntnis- und Lösungsbereiche, die unser Verstandeswissen transzendieren und so Wissen einer neuen höheren Ordnung offenbaren. So lassen sich in diesem Wissenfeld plötzlich unvereinbare Entweder-oder-Gegensätze zu einer neuen Einheit integrieren. Wir sind zudem der Ansicht, dass diese Lösungen jenseits des Verstandes ganzheitliche Lösungen darstellen, die sowohl dem Unternehmen wie all seinen Stakeholdern neuen Nutzen garantieren.

 

Prämisse 5:

Wir steuern auf eine Ära des kollektiven postkonventionellen Bewusstseins zu, die unsere gesamte Gesellschaft und Wirtschaft radikal transformieren wird. Aktuell befinden wir uns in einem Zwischenstadium. Das Alte funktioniert nicht mehr, da wir mit unseren Denk- und Handlungsweisen und den zugrundeliegenden Selbst- und Weltbildern an die Grenzen unserer Problemlösefähigkeit gestoßen sind. Die alten Selbst- und Weltbilder, die die Probleme hervorgerufen haben, wie etwa den Klimawandel oder die Finanzkrise, liefern keine suffizienten Lösungsmodelle mehr. Diese können nur auf der Ebene eines höheren Bewusstseins, der postkonventionellen Stufe, gefunden werden.

 

Prämisse 6:

Wir betrachten Unternehmen und andere Organisationen als lebende Systeme ähnlich dem Menschen. Daher sind für uns Unternehmen keine beliebig plan- und gestaltbaren Objekte, sondern haben einen einzigartigen Daseinszweck und gewissermaßen eine Seele. Diese Sichtweise ermöglicht eine Vielzahl neuer Optionen und Herangehensweisen, wie etwa Selbstorganisation, neue Formen der Strategiefindung usw.

 

Prämisse 7:

Für die Gestaltung und Durchführung der Transformationsprozesse kommt es auf Seiten der Berater nicht nur auf dessen Methodenkompetenz an. Vielmehr hat sein Bewusstseinslevel für den Erfolg einen gleichberechtigten Stellenwert. Der Berater kann in tiefgreifenden Transformationsprossen Unternehmen und ihre Mitglieder nur so weit führen, wie er bereits selbst gegangen ist.

 

Prämisse 8:

Für den Erfolg grundlegender Veränderungsprozesse kommt es weniger auf die sichtbaren Aktivitäten an. Entscheidend sind vielmehr die subtilen Felder der Gedanken und Emotionen, die den Veränderungsprozess tragen oder behindern. Je tiefrgreifender die Veränderungsprozesse sind, desto entscheidender sind jene subtilen Felder, die dann entsprechend thematisiert werden müssen, soll der Prozess erfolgreich und nachhaltig wirken. Achtsamkeit und Präsenz rücken daher in einer von Hektik, Trubel und Ablenkung dominierten Welt immer stärker in den Vordergrund.

 

Prämisse 9:

Jede Veränderung und Transformation beginnt auf der persönlichen Ebene. Da die Top-Führungskräfte die Orientierungspunkte für den "Rest der Mannschaft" darstellen, beginnt der Veränderungsprozess auf detr Top-Managementebene. Fehlt es hier an der persönlichen Veränderungsbereitschaft, so wird sich auch auf den unteren Ebenen nichts bewegen.

 

Prämisse 10:

Jedes auftauchende Problem trägt die Lösung bereits in sich. Probleme sind daher unsere Helfer, um uns auf ein neues Bewusstseins- und Erkenntnisniveau zu heben. Voraussetzung dafür ist, dass wir weniger Lösungen aus unserem bekannten Kompetenzreservoir forcieren, sondern vielmehr die Lösung kommen lassen, also darauf vertrauen, dass sie sich wie von selbst zeigen will und wird.